Rösrather Salon «Flüchtlinge»

  • 12.11.2014 19:30 Uhr
  • Schloss Eulenbroich
    Zum Eulenbroicher Auel 19
    51503 Rösrath

Wir laden Sie ein zum

2. Rösrather Salon im Schloss Eulenbroich
am Mittwoch, den 12. November 2014 um 19.30 Uhr

mit Harald Riedel und Jochen Zieriacks zum Thema
„Eingeladene Flüchtlinge? Die Idee eines Gemeinschaftsfonds im Pro und Contra“

Zusammenbringen, -denken, -sehen und -sprechen: Die Salonidee knüpft an die Tradition des 17.-19. Jahrhunderts an und ist aktuell inspiriert vom Kölner Salon. Die Schloss-„Bewohner“ Julitta Münch und Michael Schubek (SolidarConsult) laden in Kooperation mit der Schloss Eulenbroich GmbH ein zur abendlichen Gesprächsrunde: Dabei ist ein Crossover zwischen vermeintlich „harten“ Themen wie Wirtschaft und Politik mit den Bereichen Philosophie, Soziales und Kunst ausdrücklich gewünscht!

Der 2. Rösrather Salon widmet sich der Diskussion um den Umgang mit Flüchtlingen.

Durch Kriege, Hunger und Natur-Katastrophen sind hunderttausende Menschen auf der Flucht. Wir sehen die Bilder, hören die Geschichten, fühlen auch durch die Vertreibungserfahrung der Deutschen als Täter und Opfer mit den Fliehenden. Unsere staatlichen Einrichtungen und die Kommunen sind überfordert und manchmal unqualifiziert, wie die aktuellen Berichte deutlich dokumentieren. Nicht zu helfen oder zu sagen „Andere sollen helfen“ bedeutet, diese Menschen – Flüchtlinge – unter Umständen dem Tod durch Ertrinken, Verhungern usw. auszusetzen.

Harald Riedel und Jochen Zieriacks fragen sich: Was kann ich als Einzelner tun? Da gäbe es einige Möglichkeiten:

  1. Die Einreise ermöglichen. Das bedeutet ein Einladungsverfahren für Nicht-EU-BürgerInnen. Und das heißt: Übernahme der Lebenshaltungs-, Krankenversicherungs- und Unterbringungskosten, u.a.m.
  2. Unterbringung ermöglichen. Dies meint: außerhalb und zusätzlich zu den offiziellen angemieteten Räumen der Kommunen. Wer hat ungenutzte Kinderzimmer, Einlieger- und Ferienwohnungen, die er oder sie der Gemeinde zur Verfügung stellen kann?
  3. Integrationshilfe. Dies bedeutet zum Beispiel: Kontakt zu den Aufgenommenen suchen und Pate bei Behörden, Alltagsproblemen und Sozialkontakten sein.

Aber: auch wenn ich beitragen möchte, kann ich das überhaupt leisten? Ist das für mich als EinzelneR nicht eine hoffnungslose Überlastung, materiell und emotional? Könnte eine Art „Gemeinschaftsfonds zur Risikoabsicherung“ eingeladener Flüchtlinge eine Lösung sein?

Harald Riedel arbeitet als Trainer der Alexander-Technik vor allem mit Künstlern.

Jochen Zieriacks lebt und arbeitet als Arzt in Bergisch Gladbach.

Diskutieren Sie mit Harald Riedel und Jochen Zieriacks über Fragen wie:

  • Wie könnte das finanzielle Risiko gemindert werden?
  • Wie könnte ich die emotionale Belastung „teilen“ und die Angst, „alles bleibt an mir kleben“?
  • Was könnte ich davon „haben“, was könnte mir das bringen?
  • Wie könnte ein Gemeinschaftsfonds aussehen?

Konzept des Rösrather Salon

Jeder Abend steht unter einem bestimmten Titel. Ein kenntnisreicher/interessierter Gast oder eine/r der GastgeberInnen führt in das Thema ein. Das anschließende Gespräch verläuft in Form eines offenen Dialogs, an dem alle Anwesenden teilnehmen. Dabei geht es darum, das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und zu durchdenken. Es darf auch kontrovers diskutiert werden. Der Salon hat nicht den Anspruch, zu einem bestimmten Ergebnis oder einem Konsens zu führen. Im Vordergrund steht der unvoreingenommene, intelligente und respektvolle Gedankenaustausch. Der Abend wird in diesem Sinne von der Gastgeberin bzw. dem Gastgeber moderiert.

Es können max. 25 Gäste teilnehmen. Für alle Gäste ist eine persönliche Anmeldung bis spätestens einen Tag vor dem Termin erforderlich. Wer kurzfristig nicht teilnehmen kann, möge sich bitte abmelden, auch aus Rücksicht auf andere, interessierte Gäste.

Zur Teilnahme am Salon ist keine besondere Vorbildung erforderlich. Erwartet wird jedoch die Bereitschaft zum unvoreingenommenen Dialog. Dogmatismus welcher Prägung auch immer ist unerwünscht.

Der Salonabend dauert 2 Stunden, von 19.30 bis 21.30 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Nach 19.30 Uhr können Gäste nicht mehr eingelassen werden, es wird um pünktliches Erscheinen gebeten.

Das „Bistro“ im Nebengebäude von Schloss Eulenbroich können wir sehr empfehlen, falls Sie vorher gern einkehren möchten.

Der Eintritt ist frei. Im Verlauf des Abends wird auch ein Glas Wein (im Winter rot, im Sommer weiß) und Wasser angeboten. Neben dem Schlossensemble stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung, die Anreise mit der Stadtbahn (Haltestelle Rösrath direkt gegenüber dem Schloss) ist sehr bequem.

Wir freuen uns auf Sie! Julitta Münch & Michael Schubek

Mitarbeit: Eva Richter
muench@solidarconsult.de

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