Der Faktor Mensch im Changeprozess

Verlieren wir die Menschen bei der Digitalisierung?

Frühmorgens auf dem Flughafen. Zwei offensichtlich miteinander befreundete Manager sitzen in der Lounge. Sie warten auf ihre Flüge und tauschen sich aus, bevor es dann – in vielleicht getrennte Richtungen – weitergeht.

„Sag mal, was macht Ihr denn eigentlich in Sachen Digitalisierung?“

„Na, Du weißt ja, die Ersten sind wir nicht in der Branche mit dem Thema, aber die Projektgruppe steht. Und über die Maßnahmen sind wir uns auch einig, zumindest in den Grundzügen.“

„So ähnlich läuft das bei uns auch. Bloß, wie kriegen wir das in die Mitarbeiterschaft kommuniziert?“

Gute Frage! Für die Mitarbeitenden bedeutet Digitalisierung wie alle großen Entwicklungen nämlich in erster Linie Veränderung ihrer gewohnten und bislang meist sicher beherrschten Abläufe im Arbeitsalltag. Vielleicht auch die Bedrohung ihres Arbeitsplatzes durch Rationalisierung.

Wie werden sie sich verhalten? Kooperativ und die neuen Systeme befördernd? Widerständig und verhindernd? Und wovon hängt es eigentlich ab, wie die Mitarbeitenden sich in Veränderungsprozessen fühlen und verhalten?

Das Wissen im Unternehmen optimal nutzen!

Menschen wollen sich wahrgenommen fühlen, angehört und bestenfalls gefragt oder gar an Entscheidungen beteiligt. Dann ist Vieles möglich, vor allem ein besseres Betriebsklima und zufriedenere Mitarbeitende –damit ein niedrigerer Krankenstand! –, und wahrscheinlich sogar auch das Mittragen von ungeliebten Entscheidungen.

Und wenn der Changeprozess von den Mitarbeitenden mitgestaltet werden kann, erhöht sich nicht nur deren Akzeptanz, sondern oft auch die Qualität der möglichen Lösungen! Denn all diese Menschen wurden ja in der Regel eingestellt, weil sie als geeignet, motiviert und qualifiziert für ihren Job eingeschätzt wurden.

Aber unabhängig davon: Was gesellschaftlich Transparenz und Bürgerbeteiligung sind, ist auch im Innenleben von Unternehmen und Organisationen der Motor für Motivation und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme: die Abkehr von der Alten Welt der direktiven Anweisung hin zur Neuen Welt der beteiligenden Prozessgestaltung.

Fragen im Changeprozess:

  • Warum geschieht diese Abkehr eigentlich nur so zögerlich und oft widerstrebend?
  • Was sind die Ängste der Entscheidenden?
  • Zu ungewiss und unberechenbar die Ergebnisse? Zu langwierig die Findungs-Prozesse? Zu teuer das Ganze?

Schlangenlinien statt stur geradeaus!

Wie viele Workshops und Events zur Motivationserhöhung ihrer Teams könnten sich die Unternehmensleitungen sparen, wenn sie diesen neuen Weg gingen! Schon die Prozesse mit ihren beteiligenden Formaten –Facilitating Change, Real Time Strategic Change und andere – ziehen die Mitarbeitenden von Anfang an mit in die Verantwortung für die gemeinsamen Ergebnisse.

Die entstehende Transparenz über die Entwicklung schafft Vertrauen der BetriebspartnerInnen trotz der bleibenden oft unterschiedlichen Interessen.

Natürlich gibt es kein Allheilmittel und auch ein Changeprozess in der Neuen Welt läuft nicht problemlos. Aber diese Formate, wenn sie von der entsprechenden inneren Haltung der sie Gestaltenden – vor allem der Führungskräfte! – getragen sind, richten sich in ihrem Verlauf immer wieder anpassend an die momentane Entwicklung und individuellen Bedürfnisse neu aus. Sie stellen also graphisch ausgedrückt keine Gerade – strikt von A nach B verlaufend – dar, sondern Schlangenlinien um die Gerade herum mäandernd, die neuen Erfahrungen und Erkenntnisse gleich mit integrierend und damit immer uptodate.

Und: alle am Changeprozess Beteiligten, egal in welcher Funktion und Position, sind möglichst von Beginn an beteiligt an der Entwicklung, verstehen Prozess und Ergebnisse als ihr Baby. Sie fühlen sich damit verantwortlich für das Gelingen und die nachhaltige Effektivität.

Also auch dann, wenn es im Veränderungsprozess um erwünschte Überholspuren geht, können Schlangenlinien eine durchaus sinnvolle Sache sein!

Den neuen Weg gestalten!

Wir vom Beratungshaus SolidarConsult arbeiten aus Überzeugung und Erfahrung in der Neuen Welt und ermutigen unsere KundInnen und auch Sie – vielleicht noch zögernde Entscheider und Entscheiderinnen –, diesen Weg zu gehen, gerne mit uns!

Rufen Sie uns an und lassen Sie uns miteinander unverbindlich über die Situation in Ihrem Unternehmen sprechen: 02205 9189933 oder per E-Mail an info@solidarconsult.de

Herzliche Grüße aus Schloss Eulenbroich in Rösrath,
Ihre Julitta Münch
Partnerin des Beratungshauses SolidarConsult

(Bildquelle: Mike Wilson via unsplash, CCO)

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